Beschreibung
Ein Stück Geschichte für Ihre Kunst
Das Pfaffenhütchen (auch Spindelstrauch genannt) liefert eine Zeichenkohle, die unter Künstlern Legendenstatus genießt. Unser Holz stammt direkt aus einem Waldstück in der ungarischen Region Somogy, das seit 1895 besteht. In einer Welt voller Massenware bieten wir Ihnen hier eine echte Rarität: handverlesene Zweige, die im Rahmen behutsamer Waldpflege gewonnen wurden.
Warum Pfaffenhütchen-Kohle?
Während gewöhnliche Weidenkohle oft grau wirkt, bietet das Pfaffenhütchen eine Dichte und Feinheit, die einen tiefschwarzen, samtigen Abrieb ermöglicht. Besonders zu Zeiten der DDR war diese Sorte für ihre malerischen Qualitäten hochgeschätzt und ist heute fast vom Markt verschwunden.
Ihre künstlerischen Vorteile:
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Maximale Farbabgabe: Die Kohle gibt bereits bei leichtester Berührung intensive Pigmente ab.
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Perfekte Verblendbarkeit: Ideal für großflächige Schatten, sanfte Hauttöne in der Porträtmalerei und rauchige Übergänge.
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Malerische Tiefe: Erzeugen Sie Kontraste, die Ihrer Zeichnung eine plastische Dreidimensionalität verleihen.
Handarbeit & Natur pur
Jeder Stab ist ein Unikat. Da wir 100 % gewachsene Zweige verwenden, sind natürliche Krümmungen und Astknoten kein Mangel, sondern ein Echtheitszertifikat. Wir verpacken jedes Set sorgfältig in ein 3-Schicht-Polstersystem, damit diese kostbaren Werkzeuge sicher bei Ihnen ankommen.
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Inhalt: Set mit 4 Stäben Pfaffenhütchen Zeichenkohle Größe L mit 1-1,5cm Durchmesser/Jumbo
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Länge: ca. 9 – 11,5 cm
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Nachhaltigkeit: Mit dem Kauf unterstützen Sie den Erhalt und die Verjüngung eines historischen Waldstücks.
Beim Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) rechnet man grob mit einem Zuwachs von etwa 1 mm Durchmesser pro Jahr im Kernholz, wobei das Wachstum in den ersten Jahren etwas schneller ist und sich dann massiv verlangsamt.
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Langsames Wachstum: Im Gegensatz zur Korb-Weide, die innerhalb eines Jahres meterlange, dicke Ruten schießt, ist das Pfaffenhütchen ein Hartzholz-Strauch. Er investiert seine Energie in die Dichte des Holzes, nicht in die Schnelligkeit.
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Die ersten 3-5 Jahre: Der Trieb erreicht etwa 5–7 mm.
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Die Jahre 6-12: Das Holz verdichtet sich, die Rinde wird dicker und rissiger (die typischen „Korkleisten“ des Pfaffenhütchens bilden sich aus), und der Durchmesser klettert mühsam auf die 10 mm zu.
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Die Zelldichte: Nach über 10 Jahren Wachstum ist das Holz extrem hart und feinfaserig. Wenn man dieses Holz verkohlt, erhältst man eine Kohle, die fast so schwer wie ein Stein in der Hand liegt, aber auf dem Papier einen unglaublich satten, fast öligen Graphit-Effekt hat.
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Die Seltenheit: Ein Strauch hat hunderte dünne Zweige, aber nur wenige Leittriebe, die über ein Jahrzehnt lang gerade und gleichmäßig genug wachsen, um daraus 10 cm lange, 1 cm dicke Stifte zu schneiden.
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Das Risiko beim Brennen: Je dicker das Holz, desto schwieriger ist der Pyrolyse-Prozess (das Verkohlen). Es dauert viel länger, bis der Kern komplett durchgekohlt ist, ohne dass die Außenseite verbrennt.


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